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Stine Küster

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Aus Überzeugung für das Pferd-
Für ein harmonisches und glückliches Sein

Aus ethischen und moralischen Gründen und dem Wissen, um die Lerntheorie, basiert meine Arbeit ausschließlich auf dem Prinzip der positiven Verstärkung. Positive Verstärkung ist für mich keine Methode oder Technik, auch wenn sie natürlich technische Möglichkeiten enthält. Vielmehr ist es für mich eine Einstellung, ein Weg, eine Philosophie.

Einen Weg gemeinsam zu gehen, bedeutet aufeinander zu achten, Kommunikation als gleichberechtigten Dialog anzusehen, dem Partner Pferd zuzuhören, es
wahrzunehmen und hinzufühlen. Häufig fällt uns bereits das Zuhören so schwer. Wir sind verunsichert, was das Pferd uns sagen möchte und wie wir dann entsprechend reagieren sollen. Eines meiner Herzensthemen ist die Gestik und Mimik. Leider ist dieses Wissen noch sehr wenig verbreitet und doch so hilfreich. Wenn wir uns damit beschäftigen, wie subtil und mit wie feinen Zeichen unsere Pferde kommunizieren, wenn wir lernen, unseren Blick auf die Feinheiten zu schulen und richtig zu deuten, dann können wir so viel eher Probleme umgehen und auf das Pferd eingehen, bevor etwas doofes passiert. Ich möchte Verständnis für die verschiedenen Pferdepersönlichkeiten schaffen, für ihre Emotionen und ihre Intelligenz.

Vertrauen und eine ehrliche Partnerschafft, können wir nur erschaffen, wenn wir unserem eigenen Pferd
respektvoll, demütig und vertrauensvoll begegnen. Schaffen wir das, wird es uns ebenso gegenübertreten. Wir haben kein Recht dazu Lebewesen als Sportobjekte zu benutzen, Erwartungen in unsere Pferde zu setzen oder es gar als „Alphatier“ dominieren zu wollen und es so über Druck oder die Androhung von Druck und Zwang zu dirigieren und zu unterdrücken. Unsere eigene innere Einstellung und unsere eigene Erwartungshaltung lassen uns unseren Horizont erweitern und über den Tellerrand schauen. Das Geheimnis glücklich zu sein, liegt darin sich darauf zu konzentrieren, was einem die Welt gibt zum glücklich sein. Deswegen möchte ich immer wieder Bewusstsein dafür schaffen, glücklich zu sein, mit dem was man hat. Den Fokus darauf zu legen, was schon gut klappt, was man schon erreicht hat. Die schönen Momente genießen zu können, anstatt den Fokus darauf zu richten, was noch verbessert werden muss. Für mich ist das bewusste Sein mit dem Pferd besonders wichtig. Pferde sind die Spiegel unserer Seelen. Wir müssen die Eigenschaften, die wir von unserem Pferd abverlangen, erst einmal bei uns suchen, um sie lehren zu können.  Ich möchte immer offen und neugierig sein und mich selbst reflektieren. Nur wer in der Lage ist, seine eigenen Emotionen zu kontrollieren, sich selbst kritisch zu hinterfragen, der wird Fehler erkennen können, um so die Verbindung zu seinem Pferd noch harmonischer und fairer gestalten zu können.

„Verändere dich selbst und du wirst sehen, was im Außen alles möglich ist!“

Jedem meiner Schüler versuche ich einen Eindruck von seinem speziellen Partner Pferd zu vermitteln, um dem Pferd die Möglichkeit zu geben, seine individuelle Persönlichkeit zu fördern, sodass es sich entfalten kann, frei sein kann und es in seiner inneren Schönheit erstrahlen zu lassen. Aufeinander zugehen ist dort ein Schlüsselwort. Aber auch die Art und Weise, wie wir kommunizieren und ein angenehmes Lernfeld schaffen. Dabei sind mir Freude und Motivation besonders wichtig.

Zu einer artgerechten Kommunikation und einer artgerechten Haltung gehören für mich auch eine artgerechte Ausrüstung und eine artgerechte Ausbildung. Das Ziel meiner Arbeit ist es, neben der Förderung einer gemeinsamen harmonischen und fairen Kommunikation und der Bewusstseins Förderung, das Pferd gesunderhaltend zu gymnastizieren und zu einem zuverlässigen Reitpferd auszubilden. Die klassische Reitkunst bietet dafür sehr viele Wege und Möglichkeiten ein Pferd, was anatomisch betrachtet nicht darauf ausgelegt ist einen Reiter zu tragen, schonend und sanft dahingehend zu schulen in einer guten und gesunderhaltenden Selbsthaltung zu gehen, mehr Last durch die Hinterhand aufzunehmen, Verspannungen und vermehrten Verschleiß von Struktur durch Fehlbelastung vorzubeugen und somit auch irgendwann einen Reiter tragen zu können. Auch das ist mit Hilfe von positiver Verstärkung möglich!

"Konditionierung, Höflichkeitstraining und Entspannung sind für mich die Basis des positiven Pferdetrainings"

Belohnung ist in der Arbeit mit positiver Verstärkung das Hauptwerkzeug. Möchte ich mein Pferd ausschließlich mit Lob motivieren ohne vorher einen Primärimpuls gegeben zu haben, brauche ich sehr hochwertige Belohnungen. Der primäre Verstärker für das Pferd ist Futter. Das Arbeiten mit Futterbelohnung ist jedoch alles andere als einfach, deswegen ist es mir eine Herzensangelegenheit meinen Schülern zu vermitteln, wie man effektiv und effizient Futter als Belohnung im Training einsetzen kann, um so das Verständnis dafür aufzubringen, wie man positive Verstärkung auch in den Alltag, als innere Einstellung und als Versprechen an das Pferd für einen fairen und respektvollen Umgang, integrieren kann, ohne Stress, Unhöflichkeit oder dem Menschen gegenüber unangenehmes Verhalten zu etablieren.

Das Urheberrecht des Bildes liegt bei Conny Ranz;
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